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Graf Spee / Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Update 01 - 30.12.18
« Letzter Beitrag von Graf Spee am Dezember 30, 2018, 03:23:48 Nachmittag »

Historischer Abriss:

Wie in allen Marinen so waren auch in der Reichsmarine/Kriegsmarine die Zerstörer in einer steten Entwicklung begriffen.
Es fiel der Entschluss einen neuen, gegenüber den Einheiten der Klasse 1934 verbesserten, Typ mit insgesamt 22 Einheiten (Z 17 - Z 39) zu bauen.
Allerdings wurden hiervon lediglich die ersten 6 Einheiten auch als Typ 1936 fertiggestellt, nämlich Z17 bis Z22.

Da aus der Erprobung der 1934er Zerstörer noch keine Ergebnisse vorlagen, der Erste wurde erst im Januar 1937 fertiggestellt, stützte man sich auf Schätzungen, Annahmen und Extrapolationen ab.
Die auffälligste Änderung gegenüber dem Typ 1934 war eine Vergrößerung der Abmessungen und daraus resultierend auch der Verdrängung.
Aber es gab auch einige wesentliche Details die angepasst wurden.
Am Achterschiff wurden einige Verbesserungen an der Formgebung vorgenommen und die Propeller wurde etwas weiter an die Mittschiffslinie herangerückt, so dass sie weniger exponiert waren.
Des Weiteren wurde der Deckssprung im Vorschiff erhöht, Z20-Z22 erhielten einen Sichelbug und die Schornsteinhöhe wurde herabgesetzt um die Topplastigkeit zu verringern.
Die Antriebsanlage wurde von der Vorgängerklasse übernommen und lediglich dem neuen Entwurf angepasst.

Die offizielle Verdrängung des Typs 1936 wurde mit 1811 ts angegeben, auch wenn die tatsächliche Verdrängung mit 2300 ts deutlich darüber lag.
Wichtig war diese Geheimhaltung da mittlerweile von den offiziell zugestandenen 52.200 ts bereits 35.600 ts verbaut waren.
Somit war der verbleibende Spielraum recht eng.

Die Länge betrug 123 m, die maximale Geschwindigkeit bis zu 39 kn.
Die Besatzung bestand aus 323 Mann und die Reichweite lag bei 2.050sm.
Bewaffnet waren diese Einheiten mit
5x 12,7 cm C 34
2x 3,7 cm C30 Zwillingslafette
4x 2 cm C30
2x 53,3 cm Torpedorohr-Vierlingssätze
optional konnten 60 Minen mitgeführt werden




Es hat ein wenig gedauert, aber nun kann ich kurz vor dem Jahreswechsel doch noch ein Update des Bauberichts zeigen.
Leider hat mein Appendix die Planung der letzten Wochen so durcheinandergewirbelt das alle Bereiche in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Ergänzt dann noch um eine Bronchitis über die Feiertage.

Als erstes wurden die Teile der Aufbauten versäubert und zusammengesetzt.

Da aber später noch das Tarnmuster angebracht werden muss sind die Teile an diesem Punkt nur soweit fertig verklebt wie es absolut unumgänglich ist.
Dadurch lässt sich da Tarnmuster leichter abkleben und auftragen.

Dann wurden die Bauteile provisorisch mit Patatfix befestigt...


...und das Modell auf die Seite gelegt um das Tarnmuster abzukleben.

Ich habe das Tarnmuster zunächst nur auf dem Rumpf angebracht, da die Aufbauten ja noch fertig bearbeitet werden müssen.
Dadurch das ich Tarnmuster bereits vorher als Plan vorbereitet habe ging das auch recht einfach vonstatten.

Nach dem Entblättern stellte sich das Ergebnis wie folgt dar:

Lediglich die Bullaugen mussten an einigen Stellen nachbearbeitet werden, aber größere Probleme gab es da nicht.

Da ich die Hauptbewaffnung durch Zurüstteile aus dem erwähnten Ätzsatz von LionRoar ersetze wurden die Aufnahmen der Bausatzteile verspachtelt und verschliffen, da sie später sonst nicht abgedeckt sind.


Aber neben ein wenig Spachteln und schleifen waren auch einige tiefgreifende Abänderungen bzw. Umbauten von Nöten.

Für den markanten Durchgang hinter dem Fahrstand musste die Säge angesetzt werden, da Zvezda dieses nicht dargestellt hat.
Sinngemäß gilt natürlich gleiches für die Revellauflage des Bausatzes.


Die fehlenden Wände wurden dann später durch Plastiksheetstückchen dargestellt.

Für den ersten Detaillierungsdurchgang kamen dann die Fotoätzteile zum Einsatz.

Die weiteren Details der grundlegenden Detaillierung habe ich dann noch mit Draht und ein wenig Sheet erstellt.
Dies sind auch alles erst mal nur die Arbeiten, die notwendig sind um später das Tarnmuster anbringen zu können.
Größere Arbeiten waren an den Aufbauten nicht notwendig denn es sind ohnehin nur kaum bis keine Details vorhanden sind die vorher entfernt werden müssten.

Lediglich die Schornsteine brauchten vorab ein wenig mehr Aufmerksamkeit.

Hier mussten schon sämtlich Rohre, Fußpferde, Kanäle usw. angebracht werden, da das später nicht mehr so ohne Weiteres möglich ist.
Gerade im Hinblick auf das Tarnmuster.
Bei der Brücke wurden noch die seitlichen Fenster nachgraviert und angepasst, da die Bausatzversion nicht so recht stimmig war.
Gleiches gilt auch für die Türen des Steuerstandes.

Nachdem die Basisfarbe drauf war wurden auch die Aufbauten gemäß Tarmusterplan abgeklebt.

Zum Anbringen der Basisfarbe wurde die Aufbauten zwischenzeitlich übrigens entfernt um an alle Stellen zu kommen.

Danach wurden sie dann soweit zerlegt wie das zum lackieren des Tarnmusters erforderlich war.

Auch weitere Verklebungen wurden direkt danach gemacht und die Aufbauten zu größeren Baugruppen zusammengefügt wodurch sie leichter handhabbar sind.

Zum ersten Durchgang der weiteren Detaillierung gehört natürlich die Darstellung der Hozbeplankung im Brückenbereich.

Dazu habe ich Stück Tesatape auf dem Boden der Brücke ausgerichtet und zugeschnitten.

Das besagte Tape hab ich im Baumarkt gefunden.
Sieht aus wie das bekannte Tamiyatape, klebt auch genauso und lässt sich auch genauso verarbeiten.
Aber zu einem Bruchteil des Preises.
Leider habe ich den Namen nicht mehr präsent.
Aber es nicht das bekannte Tesa-Precision, sondern noch einen Ticken anders und günstiger.

Die so erhaltene Schablone wurde dann auf das selbst gedruckte Holzdeck aufgeklebt und der benötigte Decksbereich ausgeschnitten.

Ich habe dabei einen etwas größeren Rand von ca. 1 mm gelassen um das Deck später besser anpassen zu können.
Das angenehme ist aber, dass man, falls etwas schiefgehen sollte, noch genug Reserve hat und einfach ein neues Deck ausschneidet.

Befestigt wurde es mit einem Klebestift, den ich mir schon damals bei meiner Köln geholt hatte.


Dann wurde das Deck mit zwei Lagen Klarlack versiegelt und die Brücke aufgesetzt.


Dsa oberste Deck erhielt dann nach der gleichen Methode auch sein Holzdeck.


Und so ist dann der aktuelle Stand der Dinge bevor es an die Detaillierung des Ganzen geht:


Ich denke mal, dass ich mich da von vorn nach achtern, von innen nach außen und von oben nach unten durcharbeiten werde.
So besteht die geringste Gefahr, dass ich mir da was abreiße.

Ich hoffe, der Baubericht weiß soweit zu gefallen.
Anmerkungen, Fragen, Lob und Kritik sind natürlich wie immer willkommen.

_bye_

Einführung - 03.11.18
Baubeginn - 03.11.18
Update 01 - 22.12.18
Update 02 - 14.01.18
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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Martin Rohmann am November 08, 2018, 11:25:44 Nachmittag »
Lass uns beim kommenden Stammtisch mal über'n Figuren-Bemal-Workshop reden...


Gruß
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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Graf Spee am November 08, 2018, 10:39:22 Nachmittag »
Oha.
Hier ist ja was los.
Vielen herzlichen Dank für die positive Resonanz. :88:

- und umgekehrt könnten die Baggerbauer, sprich Panzerbauer, ja mal lernen wie man vernünftig eine Figur anmalt.
Und so ihre Modelle perfekt macht.
(...)
Oh ja, ein Gedanke der mir auch schon so manches mal durch den Kopf schoss.

_bye_
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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Sir Graue Wolf am November 08, 2018, 08:54:35 Nachmittag »
Zitat
und umgekehrt könnten die Baggerbauer, sprich Panzerbauer, ja mal lernen wie man vernünftig eine Figur anmalt.

 :96:

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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Gajus am November 08, 2018, 05:34:21 Nachmittag »
Ja Jan,so sehe ich das auch!Ich schau gerne zu was andere so machen!Überall kann man noch was lernen!!!

VG Helmut
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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Meyer_Jan am November 08, 2018, 08:35:58 Vormittag »
unbedingt weitermachen! Alles was das Forum belebt ist  :wco:

Außerdem ist es egal ob eine Kunstofffigur oder ein Schiffsmodell gebaut wird - von beiden kann man was lernen!
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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Martin Rohmann am November 08, 2018, 02:02:44 Vormittag »
Oooh jaaa - das wär gut!


Gruß
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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Dirk Ewert am November 08, 2018, 01:37:28 Vormittag »
- und umgekehrt könnten die Baggerbauer, sprich Panzerbauer, ja mal lernen wie man vernünftig eine Figur anmalt.
Und so ihre Modelle perfekt macht.
Nur so als Vorschlag.....
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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Martin Rohmann am November 08, 2018, 12:50:41 Vormittag »
**signed** Dirk!

Genau so seh' ich das auch, weshalb ich Mathias eine Werkbank eingerichtet und seinen Vorschlag aufgegriffen habe!

Von Flugzeug-Modellbauern lackieren lernen, von Militärmodellbauern "altern" und "verschmutzen" lernen und von Schiffsmodellbauern sauberen Modellbau und das Modellieren von "Wasserflächen"!

Ich ja auch nicht das erste Mal, dass hier im Forum ein Baubericht steht, der nicht zuvörderst Figuren zum Inhalt hat...

Gruß
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Graf Spee / Re: Zerstörer Z 20 Karl Galster (1:350 / Zvezda) - Baubeginn 07.11.18 - pt.1
« Letzter Beitrag von Dirk Ewert am November 07, 2018, 11:38:26 Nachmittag »
Für meinen Teil,- alles gut.
Über den Tellerrand zu schauen macht nicht dümmer und irgendwann muss auch der hartnäckigste Figurenfetischist begreifen,
dass er ohne ein bisschen zu basteln nicht weiterkommt. Und da ist dann alles mögliche hilfreich.
Also nur zu. 
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